Da wir uns zu Beginn der Corona-Krise ziemlich isoliert gefühlt und die gemeinsame Zeit als Team vermisst haben, kamen wir auf die Idee, zusammen zu kochen! Jede*r von uns hat sich dabei ein Rezept überlegt, das reihum, immer mittwochs zur Mittagszeit, gekocht wurde. Die Zutatenliste und Rezeptanleitung wurde dem Team zwei Tage vorher zur Verfügung gestellt. Gekocht und gegessen wurde dann gemeinsam als Team über Video-Chat. Das war zum einen sehr lustig und zum anderen haben wir uns -trotz physischer Distanz- als Team wieder sehr nah gefühlt.

 

Autor*innen: #workhacks Team; https://www.linkedin.com/in/lydiaschueltken

AMA ist ein englisches Akronym, das für „Ask Me Anything“ steht (auf Deutsch: „Frag mich alles, was Du wissen möchtest“). Gerade in Zeiten der Unsicherheit (z.B. während der Corona-Krise) eignet sich dieses Format, das auch online per Video-Chat durchgeführt werden kann, um offene Fragen zu klären und im Team für mehr Sicherheit zu sorgen. Die Fragen richten sich hierbei besonders an die Geschäfts- bzw. Teamleitung. Das AMA Format ist dabei nicht strukturiert. Vielmehr stellt es eine Art offenes Gruppeninterview dar, wobei die Moderator*innen lediglich darauf achten sollen, dass jede*r Fragende auch drankommt. AMA lässt sich auch sehr gut mit den „remote after-work-drinks“ verbinden und stärkt den Zusammenhalt im Team.

 

Autor*innen: #workhacks Team; https://www.linkedin.com/in/lydiaschueltken

 

 

Einige unserer Freunde und Kunden berichten, dass sie eine wöchentliche remote „happy hour“ eingeführt haben, die meist am Ende der Woche stattfindet. Das Team kommt über Video-Chat zusammen, wobei jede*r sich sein Lieblingsgetränk gönnt. Die „after-work drinks“ stärken den Zusammenhalt des Teams. Es kann währenddessen eine Reflexion der Woche oder auch ein privater Austausch stattfinden, Hauptsache die Woche endet mit Spaß und einem positiven Gefühl im Team.

 

Autor*innen: #workhacks Team; https://www.linkedin.com/in/lydiaschueltken

Da viele Mitarbeiter*innen nun „gezwungenermaßen“ im Home-Office arbeiten, was für manche eine extreme Veränderung des gewohnten Lebensrhythmus bedeutet, sollte die Bürokultur so gut es geht aufrecht erhalten werden. Das bedeutet, dass bspw. ein wöchentliches Team-Lunch virtuell beibehalten werden kann, wobei sich die Mitarbeiter*innen über Erfolge oder Herausforderungen austauschen können. Auch Geburtstage können remote gefeiert werden, indem bspw. Blumen oder Geburtstagskarten nach Hause gesendet werden. Das Ausdrücken von Wertschätzung für die Arbeit des Teams ist in Krisenzeiten besonders wertvoll.

 

Autoren: #workhacks Team

Das Daily ist einer unserer Lieblinge und wir wollen nicht mehr ohne! Dailys haben wir bei der agilen Methode SCRUM gefunden und machen es – wie der Name schon sagt – täglich von 9 bis 9:15 Uhr. Wir machen es immer remote, da wir nicht an einem Ort sitzen – aber das stört uns überhaupt nicht.
Wir haben eine sehr einfache und klare Agenda:
1) Was habe ich seit dem letzten Daily gemacht?
2) Was plane ich, bis zum nächsten Daily zu tun?
3) Welche Hindernisse sehe ich?
Probleme oder Diskussionsbedarf werden konsequent nach dem Daily möglichst bilateral geklärt -wir wollen ja keine Zeit stehlen.

Autorin: Lydia Schültken, Gründerin von #workhacks, https://www.linkedin.com/in/lydiaschueltken

Hilft bei: Sozialer Isolation bei zunehmender Remotezeit im Homeoffice; Stärkt die Beziehung der Mitarbeiter/innen untereinander; Schafft klaren Fokus für die restliche Zeit im Video-Call und Online-Meeting; Fördert die Offenheit und das Vertrauen in digitalen Meetings

Remote zu arbeiten hat viele Vorteile: Arbeitswege entfallen, weniger Ablenkung durch Kollegen/innen, freie Einteilung der Arbeitszeit. Gleichzeitig fehlt der soziale Kontakt zu anderen Menschen, oder ist stark eingeschränkt. Menschen sind soziale Wesen, die den Austausch mit anderen brauchen und der sie produktiver macht. Deshalb haben wir den #workhack Social Check-In entwickelt.
Social Check-In kreiert Raum für sozialen Austausch und ermöglicht, dass die Beziehungen zwischen Teammitgliedern auch im Homeoffice intakt bleiben und sie sich zugehörig fühlen. Am Anfang eines Team-Calls oder Video-Calls leitet der/die Moderator/in mit einer offenen, wertschätzenden und kontextbezogenen Frage ein. Jede/r Teilnehmer/in bekommt – getimeboxt – Zeit auf diese Frage zu antworten und von sich zu erzählen. Die anderen Teilnehmer/innen können vertiefende Fragen stellen.

Zu beachten
1) Abhängig von Offenheit und Vertrauen im Team, hilft es die Fragen entsprechend anzupassen.
2) Genug Zeit für den Social Check In einplanen, damit sich jede/r Einzelne gesehen und gehört fühlt. Hierzu bedarf es der Empathie des Moderators/der Moderatorin.
3) Es hilft am Anfang mit einfacheren und humorvollen Fragen zu arbeiten, damit sich die Mitarbeiter/innen daran gewöhnen
4) Der Timer sollte für alle sichtbar sein, damit die verfügbare Zeit im Augen behalten werden kann und niemand unterbrochen wird.

Hilfsmittel:
#Alle gängigen Video-Call Tools wie Skype, Google Hangouts, Slack
#Add Ons wie Donut bei Slack
#Fragenset für den / die Moderator:in

 

Autor: Markus Wenz – #workhacks Berater, https://www.linkedin.com/in/markus-wenz-024a939b/ 

Auch im Homeoffice ist Wertschätzung gefragt. Wir bei #workhacks sind richtige Feedback-Junkies und holen uns permanent Feedback von Kolleg*innen.Viele Menschen ärgern sich darüber, dass sie zu wenig Wertschätzung von ihrem Chef erfahren. Aber halt, warum eigentlich immer der Chef? Die Kolleg*innen wissen doch auch ganz gut, welche guten Seiten ich habe und was man verbessern könnte. Von Kolleg*innen gegebenes Feedback ist zudem weniger strategisch, wirkt also authentischer und kommt in keine Personalakte. Wir vergeben im Team zu Beginn jedes Quartals zwei Feedback-Karten an Kolleg*innen unserer Wahl. Die Feedback-Karte ist ein digitales Dokument, in dem wir Feedback-Regeln gesammelt haben. Zudem kann man in das Dokument schreiben, zu was man genau Feedback haben möchte. Der Feedback-Geber, erhält also eine Email mit dem Dokument und schreibt in den nächsten Tagen einige Stichpunkte auf. Danach wird ein gemeinsamer (kurzer und informeller) Termin organisiert und das Feedback besprochen.

 

Autorin: Lydia Schültken, Gründerin von #workhacks, https://www.linkedin.com/in/lydiaschueltken

Simpel aber wichtig: In der remote Kommunikation können wichtige Nuancen der Körpersprache verloren gehen und Mißverständnisse entstehen. Hier lautet die Grundhaltung: Stets von den besten Absichten des Kommunikationspartners ausgehen und im Zweifelsfall direkt bei der Person nachfragen.

 

Autorin: Céline Iding, Kommunikation & Organisationsentwicklung bei SwitchUp.de, https://www.linkedin.com/in/celineiding/