Kurzbeschreibung:
Eigentlich ist Open Space eine Methode, um große Gruppen selbstorganisiert Themen auf Konferenzen erarbeiten zu lassen. Wir haben die Methode ein bisschen “gehackt” und finden sie auch für die remote-Zusammenarbeit ganz wunderbar geeignet.

Ablauf: Das Team kommt bspw. alle zwei Wochen für 60 Minuten mit einem Video-Tool wie z.B. Zoom oder Teams zusammen. Zu Beginn wird gefragt, ob jemand ein Thema mitgebracht hat. Das kann eine Fragestellung sein, zu der jemand Meinungen braucht, ein Projekt, das jemand vorstellen möchte, eine Arbeitsaufgabe, bei der jemand Hilfe braucht oder eine persönliche Fähigkeit, die jemand teilen möchte.

Je nach Gruppengröße finden sich 2-3 Themengeber*innen, schreiben ihr Thema auf einen „Zettel“ (bspw. Post-it Funktion in Miro oder auf ein Slide in Powerpoint) und stellen das Thema im Shared Screen kurz vor. Nun können die anderen Kolleg*innen frei wählen, was sie interessiert. Wenn sich kein Themengeber findet, wird die Veranstaltung sofort beendet. Auch ist niemand gezwungen, sich zwischen den angebotenen Themen zu entscheiden – wenn nichts Interessantes dabei ist, kann jede*r auch wieder an die Arbeit gehen. Die Freiwilligkeit ist ein wichtiger Aspekt von Open Space!

Wenn sich aber Themengeber*innen und Interessent*innen gefunden haben, ziehen sich diese nun für die nächsten 50 Minuten zurück und bearbeiten das Thema. Das geht besonders gut in Zoom, weil es dort sogenannte Break-Out-Rooms gibt. Da können sich Untergruppen treffen und miteinander reden. Nach 50 Minuten finden sich alle wieder ein und jede*r Themengeber*in stellt kurz vor, was in der Zeit besprochen wurde.

Voraussetzung ist eine inhaltliche Offenheit und die Bereitschaft, Wissen zu teilen. Der Grundgedanke hierbei ist, dass die Mitglieder selbst als Protagonisten agieren und für sie wichtige Themen einbringen. Wer freiwillig kommt, hat Motivation und Interesse, sich mit dem Thema intensiv auseinanderzusetzen. Als Daumenregel gilt, dass bei einer Teamgröße von 10 Personen bis zu 3 Themen angeboten werden. Hier findet Ihr auch einen Onepager dazu: https://workhacks.de/die-workhacks

 

Autorin: Lydia Schültken, Gründerin von #workhacks, https://www.linkedin.com/in/lydiaschueltken

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